Juli 6 2016

(2) Die Höhle des verrückten Druiden

Würfelreihe2

Seit der ersten D&D-Runde, in der eine Gruppe Irgendwann-Helden loszog, halbwegs heldenhafte Dinge zu tun, ist jetzt über ein Monat vergangen und besagte Helden haben bereits einiges erlebt. Das Spielen macht mir unglaublich viel Spaß, zu meiner Schurkin Ria habe ich einen guten Zugang und es dräuen Bösewichte, Geheimnisse und mögliche Verschwörungen am Horizont.
Ich fühle mich so kreativ wie schon lange nicht mehr, zeichne eifrig Karten und anderen Kram, erweitere meine Aufzeichnungen und schreibe brav (und mit viel Spaß bei der Sache) mein Tagebuch.
Doch obwohl ich im Moment nicht genug bekommen kann von D&D und allem, was damit zu tun hat, fällt mir eine Sache unerwartet schwer: Das Schreiben von Blogeinträgen über genau diese Abenteuer. Heute will ich mich trotzdem endlich mal dransetzen – sonst mache ich es nie und ärgere mich ständig darüber.

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Juni 22 2016

Unbeschwert schreiben

An manchen Tagen macht es mir einfach nur Spaß, zu schreiben. Es gibt Geschichten auf meiner Festplatte, die ich in einem wahren Schreibrausch verfasst habe, die mich Zeit und Hunger haben vergessen lassen, die aus mir herausgeflossen sind. Solch ein Schreibrausch ist selten und ich kann ihn nicht erzwingen. Ich kann nur auf ihn warten und ihn willkommen heißen, wenn er endlich anklopft.
Einen sehr viel größeren Teil meiner Schreibzeit verbringe ich mit Grübeln, Zweifeln, Verwerfen, Zweifeln, Löschen und Neuschreiben, Zweifeln – weil ich meinen inneren Kritiker nicht abstellen kann. Diese kreischende Stimme des Perfektionismus, die überall Raum für Verbesserung sieht und die nie zufrieden ist.
Unter anderem wegen dieser Stimme befindet sich Kumen-Esh zur Zeit wieder in einer Kälteschlaf-Phase. Aber ich habe mich an ein neues Projekt gewagt:

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Juni 5 2016

(1) Ein Abenteuer beginnt!

Würfelreihe2

Diesen Beitrag wollte ich schon vor zwei Wochen schreiben, als das Präsens im Titel tatsächlich noch die korrekte Zeitform war. Inzwischen wäre wohl „Ein Abenteuer hat begonnen“ angebrachter, aber das klingt nicht halb so schön.

Warum diese Verzögerung? Nun, es geht um Pen&Paper-Rollenspiel, genauer gesagt um Dungeons & Dragons (5. Edition), und mir fällt es recht schwer, halbwegs strukturiert darüber zu schreiben. D&D war eine Zeit lang ein enorm wichtiger Teil meines Lebens und es bedeutet mir unglaublich viel, endlich wieder eine Gruppe zu haben, endlich wieder spielen zu können.
Meine Kreativität fließt deshalb zur Zeit auch hauptsächlich in Weltenbau, Karten und natürlich in die Hintergrund-Geschichte meines Charakters. Aber ich will den Blog nicht so früh schon brachliegen lassen, deshalb versuche ich, das eine mit dem andere zu kombinieren. Weiterlesen auf eigene Gefahr.

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Mai 23 2016

The Long Dark

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„The Long Dark ist ein nachdenklicher Mix aus Erkunden und Survival, bei dem Einzelspieler eigenständig denken und eine ausgedehnte, gefrorene Wildnis erforschen müssen. Es gibt keine Zombies – nur dich, die Kälte und alles, was Mutter Natur dir in den Weg stellt.“
(Quelle: The Long Dark / SteamStore)

The Long Dark, entwickelt von Hinterland, befindet sich zur Zeit noch im Early Access, ist aber angenehm bugfrei, wunderschön anzusehen und in andauernder Entwicklung. Auch wenn die eigentlich angepeilte Deadline für den offiziellen Launch (Frühling 2016) nicht eingehalten werden konnte, gibt es regelmäßig Updates für den Sandbox-Modus.
Ein Story-Modus soll mit dem Launch kommen, aufgeteilt in mehrere Episoden. Alle Episoden der 1. Season sind im EA-Preis enthalten. Außerdem haben die Entwickler versichert, den Sandbox-Modus (der sich bei der Community größter Beliebtheit erfreut) weiterhin auszubauen.

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Mai 10 2016

Voller Kopf – leeres Blatt

Das größte Problem, das ein Autor (oder ein anderswie kreativ tätiger Mensch) haben kann, ist das Ausbleiben von Ideen. Sollte man meinen.
Natürlich habe ich damit auch hin und wieder meine Schwierigkeiten. Aber was mich oft sehr viel mehr blockiert, sind die Tage, an denen mein Kopf vor Ideen zu platzen droht. Tage, an denen ich morgens mit einer frischen Idee aufstehe, mittags schon eine neue habe und mir abends im Bett dann drei weitere kommen.
Denn mein Problem ist meine Entscheidungsunfreudigkeit.

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Mai 1 2016

Sprich mit mir! (Dialoge)

Ich freue mich (fast) immer, wenn ich Dialoge schreiben kann. Das mache ich gerne und das mache ich – so ich Lesermeinungen Glauben schenken darf – gut. Es macht mir einfach wahnsinnig Spaß, weil ich nicht darüber nachdenken muss. Meine Figuren reißen das Ruder an sich und plaudern (oder streiten) drauf los.
Oft führt es dazu, dass die Art, wie meine Figuren sprechen, zum Teil ihrer Persönlichkeit wird und sich anders herum auch ihre Persönlichkeit in ihrer Art zu sprechen niederschlägt. Beim Schreiben von Dialogen fühle ich mich meinen Charakteren so nah, dass ich einfach weiß, wie sie sich ausdrücken, welches Vokabular und welchen Umgangston sie nutzen und welche Spracheigenheiten sie so haben.

Trotzdem versuche ich hin und wieder zu ergründen, welche Mittel ich wie stark einsetze (vor allem wenn ich doch mal an einer Stelle Probleme habe), oder was mich an einem gelesenen Dialog stört, vielleicht stark genug, um das Buch wegzulegen. Denn (Aus-)Sprache lässt sich nicht immer (einfach) in Schriftform übertragen.

 

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April 26 2016

Plan & Struktur für Kumen-Esh (2)

Heute wurde das Inhaltsverzeichnis von Kumen-Esh erweitert. In einer Tabelle habe ich mir zu jedem Kapitel neben PoV und Titel noch die auftauchenden Personen notiert, außerdem den Handlungsort, wichtige Infos/Entscheidungen und natürlich in zwei bis drei Stichpunktsätzen die Ereignisse innerhalb der Kapitel.
Weil ich Farben mag, habe ich – wo ich schon dabei war – auch die PoVs unterschiedlich eingefärbt.

Insgesamt führte das zu einigen erfreulichen/ärgerlichen Erkenntnissen, dem guten Gefühl, ein bisschen mehr Ordnung ins Chaos gebracht zu haben und einer – wenn schon nichts anderes, dann doch wenigstens bunten – Übersicht.

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April 25 2016

Plan & Struktur für Kumen-Esh

Ich bin kein Plan-Schreiber. Ich habe noch nie eine Geschichte geplottet, bevor ich sie geschrieben habe und die besten Ideen kommen mir während des Schreibens. Mein Bauchgefühl und meine Finger geben an, wo es langgeht, und mein Kopf darf sich mit den Problemen und Sackgassen herumschlagen, die sich vor mir auftun.
Bisher so gut, so lustig.
Kumen-Esh ist natürlich auch nicht vorgeplant. Es fing damit an, dass ich mich dazu bringen wollte, jeden Abend ein bisschen zu schreiben, egal in welcher Qualität. Deshalb gab es da am Anfang auch nicht mehr als Hitoro (damals so cool wie heute), Jannis (damals noch mit einem N), Yelena (damals noch hysterisch) und Nate (damals noch Alkoholiker), die sich auf einem Raumschiff mehr oder weniger höflich die Köppe einschlugen. Konnte ja keiner ahnen – ich am allerwenigsten! -, dass daraus tatsächlich ein vollständiger Roman wurde.

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April 25 2016

Alpha & Omega (Nachgedanken)

Vom Schreiben über erste und letzte Sätze habe ich Lust bekommen, mir anzusehen, was ich über die Jahre so an ersten und letzten Sätzen produziert habe. Halbwegs chronologisch aus meinen vollendeten Geschichten rauskopiert, ohne Garantie auf Vollständigkeit. (Ich habe schon ewig vor, meine Geschichtenordner mal neu zu sortieren, weil ich befürchte, dass irgendwann mal eine Geschichte in diesem Chaos untergeht.)

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April 24 2016

Alpha & Omega

Ich hasse es, Anfänge zu schreiben.

Nicht nur bei meinen Geschichten, sondern bei jedem Text, den ich schreibe. Der Anfang muss etwas Besonderes sein, so die allgemeine Überzeugung. Dieser Gedanke im Hinterkopf setzt mich unter Druck und manchmal suche ich tagelang nach dieser Besonderheit, nach dem einen ersten Satz, der dem Leser gar keine andere Wahl lässt, als weiterzulesen. (Was meistens damit endet, dass ich die Geschichte gar nicht erst anfange.)
Oder ich suche nach dem einen Satz, der meinen allerersten Beitrag in meinem allerersten Blog einleiten darf. Er soll spritzig sein, originell, interessant, lustig, tiefgründig, verheißungsvoll … Geworden ist er das nicht, aber damit kann ich leben. Denn ich denke mir:

Das Wichtigste an einem ersten Satz ist, dass du ihn schreibst.

Egal wie schwach er ist, führt er doch zu einem zweiten Satz, zu einem dritten und vierten, bis hin zum Ende. Womit wir bei meinem nächsten Problem wären.

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